Gerechtigkeit, Friede, Bewahrung der Schöpfung

Das diözesane Photovoltaik-Anwendernetzwerk

Ihre Kirchengemeinde oder Einrichtung möchte eine Photovoltaikanlage installieren.

Im Dezember 2008 hat sich ein diözesanes, ehrenamtlich tätiges Photovoltaik-Anwendernetzwerk gegründet, dessen Mitglieder ihre langjährigen Erfahrungen an interessierte Kirchengemeinden und Einrichtungen weitergeben wollen. Bei Entscheidungen über Photovoltaik geht es neben grundsätzlichen Fragen, die vorab sorgfältig abzuwägen sind, um hohe Investitionen mit einem Zeithorizont von 25-30 Jahren.

Bis zu Beginn des Jahres 2010 sind in der Diözese Rottenburg-Stuttgart mehr als 120 PV-Anlagen (davon etwa 40 auf Kirchendächern) mit einer Jahresleistung von ca. 1,8 Mio kWh installiert.
Vor allem in den vergangenen zwei Jahren haben Kirchengemeinden, kirchliche Einrichtungen, Stiftungen und von kirchlichen Mitarbeitern getragene Betreibergesellschaften dazu beigetragen, dass auch in diesem Teilbereich nachhaltigen Handelns Verantwortung für die Erzeugung von regenerativer Energie sichtbar geworden ist. Schließlich sind die Kirchen keine unbedeutenden Energie-Verbraucher und können neben der Vermeidung von Energie auch einen Beitrag zur Erzeugung leisten.

Wie kann die Photovoltaikanlage finanziert werden?

Es gibt drei Möglichkeiten:

  1. Sie entscheiden sich für eine Gemeinschaftanlage, an der sich Gemeindemitglieder, andere interessierte Personen oder die Kirchengemeinde selbst beteiligen. Die Gruppe der Eigentümer gründet eine GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts), die das Dach vom Eigentümer des Gebäudes zum Zweck der Installation einer PV-Anlage mietet.
    Die Erträge aus der Einspeisevergütung werden unter den Mitgliedern der GbR je nach Höhe der Einlagen aufgeteilt.
  2. Sie entscheiden sich für ein zinsgünstiges Darlehen von (kirchlichen) Banken.
    Die Gemeinde benötigt damit kein Eigenkapital für die Photovoltaikanlage, die Einspeisevergütung wird für Zinszahlungen und zur Tilgung des Darlehens verwandt.
  3. Sie finanzieren die Anlage komplett aus Eigenmitteln der Kirchengemeinde oder Einrichtung, der die Erträge aus der Einspeisevergütung in voller Höhe zufließen.

Das Photovoltaik-Anwendernetzwerk hilft Ihnen weiter, wenn Sie Beratung zu den genannten Finanzierungsoption benötigen. Bitte schicken Sie eine E-Mail an den Fachbereich, dann vermitteln wir Sie weiter an erfahrene Berater aus dem Netzwerk.

[Abläufe und Beratungsangeboten des Netzwerks]

Bitte beachten Sie: Eine Photovoltaikanlage bindet das eingesetzte Kapital für einen Zeitraum von mindestens 15 Jahren und das Gebäude, auf dem die Anlage errichtet wird, für einen Zeitraum von ca. 25 Jahren. Bedenken Sie die Konsequenzen.

Vor der Installation der Photovoltaikanlage sollte Ihre Kirchengemeinde oder Einrichtung klären:

  • Suchen sie ein Sie ein Gebäude mit einem geeigneten Dach. Das Dach muss in gutem baulichem Zustand sein. Eine Renovation oder Dachsanierung während der 25-jährigen Betreibsdauer sollte nicht anfallen.
    Die Einspeisevergütung ist für einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert, Wirtschaftlichkeitsberechnungen beruhen i.d.R. auf dem ununterbrochenen 20-jährigen Betrieb.
    Der Abbau der Anlage, mit Zwischenlagerung, späterem Wiederaufbau und einer Betriebspause während eines Sommers würde alle Wirtschaftlichkeitsberechnungen hinfällig machen.
  • Im anderen Fall:
    Sanieren und Dämmen Sie das Dach und "krönen" Sie die Sanierungsmaßnahmen mit einer Photovoltaikanlage.
  • Klären Sie, ob in der Umgebung der geplanten Anlage belastende Faktoren bestehen:
    z.B. Verschattung (auch teilweise), überdurchschnittlicher Laubanfall, starke Staubentwicklung.
  • Klären Sie die Frage des Denkmalschutzes. Bei Kirchen, die unter Denkmalschutz stehen, ist es äußerst schwierig, die Erlaubnis der zuständigen Behörden zu erhalten.
  • Der Architekt, der das Gebäude errichtete, muss als Inhaber des "Urheberrechts" sein Einverständnis geben.
  • Ihr Architekt sollte eine Statikprüfung des vorgesehenen Daches veranlassen.
  • Setzen Sie sich mit dem zuständigen Gebietsarchitekten des Bischöflichen Bauamts in Verbindung und beantragen Sie dort die Genehmigung der Anlage. Offene bauliche und denkmalschutzrechtliche Fragen können Sie mit dem Gebietsarchitekten klären.
  • Wenn in Ihrer Kirchengemeinde noch keine Gebäudepässe erstellt wurden, empfehlen wir Ihnen, diese im Bischöflichen Bauamt zu beantragen. 
  • Holen Sie mehrere Angebote von anerkannten Solar-Fachfirmen ein und vergleichen Sie diese.
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